1. August, Tod für viele Kleintiere!

Alle Jahre wieder: denkt auch dieses Jahr bitte wieder daran…!

augustfeuerLaut Bundesamt für Umwelt (BAFU) werden in der Schweiz jährlich mehr als zweitausend Tonnen Feuerwerkskörper verkauft. Doppelt so Feuerwerke, wie noch vor 20 Jahren. Nie ist die gesundheitsschädigende Feinstaub-Konzentration in der Luft höher als am 1. August – dem Nationalfeiertag.

Die entzündeten Feuerwerkskörper verursachen jedes Jahr rund 360 Tonnen Feinstaub. Immer mehr Menschen und Tiere fühlen sich von den Lärmemissionen, Feinstaub, usw. der Feuerwerke gestört.

Jedes Jahr sehen tausende Festbesucher unwissentlich dabei zu wie unzählige Kleintiere – Igel, Blindschleichen, Spitzmäuse – bei lebendigem Leib in 1.-August-Feuern verbrannt werden.

Die grossen, hellen August-Feuer haben eine dunkle Seite: Jährlich verbrennen unzählige Lebewesen wie Igel, Blindschleichen, Schlangen, Salamander, Spitzmäuse und Kröten in den aufgeschichteten Holzhaufen.

Der trockene Haufen bildet für manches Wildtier einen vermeintlich sicheren Unterschlupf…

Am Abend des Nationalfeiertages blockiert jedoch die plötzliche Ansammlung von Menschen jeden Fluchtweg. Der Holzhaufen wird für die Tiere zum flammenden Inferno, dem sie nicht entrinnen können.

Mit etwas Umsicht und richtiger Vorbereitung kann der qualvolle Verbrennungstod vermieden werden. Bei kleineren Feuern ist es ratsam, das gesammelte Holz erst am Tag des Abbrennens auf- oder zumindest umzuschichten. Sobald eine Nacht dazwischen liegt, verkriechen sich nachtaktive Tiere in den Haufen. Sie lassen sich anschliessend weder durch Lärm noch durch Stochern verscheuchen. Für grosse Holzhaufen, die oft über mehrere Wochen im voraus aufgeschichtet werden und nicht einfach umzuschichten sind, eignet sich das Aufstellen eines Schutzzauns um den Holzhaufen herum. Dieser verhindert, dass sich Tiere im Haufen verstecken. Ein solcher Schutzzaun ist schnell aufgestellt und wird erst kurz vor dem Abbrennen des Holzes entfernt.

Kein Fest für Tiere

In jedem Jahr werden nach dem Nationalfeiertag Hunde und Katzen als verloren gemeldet, weil sie in Panik ausrissen. Der Knall der Feuerwerke ist für sie eine Qual. Die meisten Tiere hören wesentlich besser als wir Menschen. Sie fühlen sich extrem gestresst und in Angst versetzt. Jeder Tierhalter sollte deshalb für einen geschützten Ort sorgen, wohin sich seine Tiere zurückziehen können. Ängstliche Tiere sollten nicht getröstet werden, sie fühlen sich dadurch in ihrer Unsicherheit bestärkt. Bei besonders empfindlichen Tieren kann der Tierarzt ein Beruhigungsmittel verschreiben. Wenn das Heimtier allein zu Hause zurückgelassen wird, hilft das eingeschaltete Radio, um als Lärmkulisse die Knalleffekte zu mindern.

Auch Nutz- und Wildtiere können in Panik geraten ob der Knallerei. Bei einer Flucht besteht Gefahr, dass sie sich an Zäunen erheblich verletzen oder kopflos auf die Strasse rennen, wo es so zu schlimmen Verkehrsunfällen kommen kann. Der STS mahnt daher, Feuerwerke nur in genügendem Abstand zu Weiden und Wäldern zu zünden.

Vielen Dank für eure Rücksichtnahme!!!

Quelle: Verein Pro Igel
IG Wild beim Wild